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Damit Sie auch zu Hause Zugriff auf wichtige Informationen rund um chirurgische Eingriffe, Implantatpflege und Zahngesundheit haben, erhalten Sie hier unsere Verhaltenstipps, weitere Merkblätter zum Abspeichern oder Ausdrucken. Den Anamnesebogen können Sie vor Ihrem ersten Termin online ausfüllen. Ihre Daten werden sicher und verschlüsselt an uns übermittelt.
- Anamnesebogen
- Verhaltenstipps nach einem Eingriff in der Mundhöhle
- Verhaltenstipps nach einer Implantation
- Wie pflege ich meine Implantate richtig?
- Überweiserformular
In unserem News-Bereich erhalten Sie aktuelle Informationen aus unserer Praxis und der Mund-, Kiefer-, Gesichtschirurgie.
9 Tipps nach einer Zahn-OP
Bitte beachten Sie nach einem operativen Eingriff folgende Verhaltensregeln:
1. Direkt nach dem Eingriff aufs Autofahren und die Arbeit an Maschinen verzichten
Ihre Reaktionsfähigkeit kann aufgrund der Betäubung bzw. bei der Einnahme von Beruhigungsmitteln nach dem Eingriff noch einige Zeit eingeschränkt sein. Lassen Sie sich daher abholen oder wir bestellen Ihnen ein Taxi. Auch Maschinen sollten Sie am gleichen Tag nicht bedienen.
2. Tabu: Alkohol, Kaffee und Zigaretten
Diese Genussmittel können die Heilung verzögern und unter Umständen zu Nachblutungen führen. Empfehlenswert sind stattdessen lauwarmer, ungezuckerter Kräutertee und stilles Mineralwasser.
3. Erst nach der Betäubung essen
Warten Sie nach dem Eingriff ab, bis die Betäubung nachgelassen hat. Sonst könnten Sie sich beim Kauen versehentlich verletzen.
4. Empfehlenswerte Lebensmittel …
… sind alle, die keine Beläge bilden und die Wunde nicht reizen. Am besten ist gekochte, weiche Nahrung, die keinen Zucker enthält. Achten Sie außerdem darauf, Ihre Speisen nicht zu heiß oder zu kalt zu essen und nicht zu scharf zu würzen.
5. Kein Sport, keine Sauna, kein Sonnenbad
Wärme und Sport wirken kreislaufanregend. Das kann zu Nachblutungen führen. Gegen einen Spaziergang ist allerdings nichts einzuwenden.
6. Wichtig: Eine gute Zahnpflege
Reinigen Sie Ihre Zähne wie gewohnt, sparen Sie dabei aber die Wundstelle aus. Gegebenenfalls empfehlen wir Ihnen ergänzend eine medizinische Mundspüllösung.
7. Leichte Schwellungen, Nachbluten und Schmerzen? Kein Grund zur Sorge!
Geringe Beschwerden wie ein leichtes Nachbluten oder eine Schwellung sind normal. Um sie zu vermindern, können Sie die entsprechende Wange vorsichtig kühlen. Leichte Schmerzen lassen sich nicht immer vermeiden. Falls erforderlich, empfehlen wir Ihnen geeignete Medikamente.
8. Kein ASS einnehmen!
Acetylsalicylsäure, kurz ASS (z. B. in Aspirin® enthalten), eignet sich nicht nach einer Zahnentfernung! Es wirkt blutverdünnend und kann Nachblutungen verstärken bzw. auslösen.
9. Starke Schmerzen, Schwellungen, Nachbluten? Kommen Sie zu uns!
Komplikationen nach einem Eingriff sind selten. Kommen Sie allerdings in jedem Fall zu uns, wenn:
- Sie starke Schmerzen haben,
- die Schwellung trotz Kühlen nicht zurückgeht bzw. nach einigen Tagen wieder auftritt,
- Nachblutungen nicht aufhören oder stärken werden.
Wir helfen Ihnen sofort weiter. Bei dringenden Fällen außerhalb unserer Sprechzeiten wenden Sie sich bitte an den zahnärztlichen Notdienst.
Wir wünschen Ihnen gute Besserung!
Ihr Praxisteam
Tipps nach einer Implantation
Liebe Patientin, lieber Patient!
Wir haben Ihnen ein Implantat eingesetzt. Wie bei allen chirurgischen Eingriffen im Mund sollten Sie einige Verhaltensregeln beachten, um den Heilungsprozess zu unterstützen und eventuelle Beschwerden zu vermindern.
Unsere Tipps für den OP-Tag:
Autofahren und Maschinenbedienung
Durch die örtliche Betäubung bei der Implantation kann Ihr Reaktionsvermögen für mehrere Stunden eingeschränkt sein. Fahren Sie daher nicht mit dem Auto nach Hause und bedienen Sie keine Maschinen. Lassen Sie sich abholen oder ein Taxi von uns rufen.
Essen und Trinken
Da die entsprechende Region örtlich betäubt wurde, sollten Sie erst dann wieder etwas essen, wenn diese Betäubung nachgelassen hat. So vermeiden Sie, dass Sie sich beim Kauen versehentlich verletzen.
Achten Sie beim Essen darauf, dass die Speisen möglichst keinen Kontakt mit der Implantatstelle haben und kauen Sie auf der anderen Seite. Auf harte Speisen wie Nüsse, knusprige Brötchen, usw. sollten Sie in der Heilungsphase verzichten. Weiche Speisen wie Brühe sind besser geeignet. Essen Sie möglichst keine belagbildenden Lebensmittel wie Nudeln, Kuchen und Mehlspeisen.
Genussmittel
Verzichten Sie ebenfalls auf Alkohol und Zigaretten. Die Inhaltsstoffe können die Heilung verzögern und zu Infektionen oder Nachblutungen führen. Rauchen steigert zudem das Entzündungsrisiko im Bereich des Implantats.
Eventuelle Nachblutungen
Die Implantation ist mit einer Wunde verbunden, daher kann es wie bei allen Eingriffen im Mund zu leichten Nachblutungen kommen.
- Um diese zu stoppen, verwenden Sie ein zusammengerolltes oder gefaltetes Stück einer Mullbinde/eines fusselfreien Tuchs und beißen leicht darauf.
- Vermeiden Sie sportliche Aktivitäten, körperliche Anstrengungen und Saunabesuche.
- Lagern Sie Ihren Kopf in den ersten beiden Nächten nach der Implantation etwas höher, sitzen Sie im Fall einer Blutung möglichst aufrecht.
- Vermeiden Sie häufiges Ausspülen und Saugen an der Wunde, berühren Sie die Wunde nicht.
- Hält eine Nachblutung länger an oder wird sie stärker, rufen Sie bitte uns oder den zahnärztlichen Notdienst an.
Schmerzen
Leichte Schmerzen können nach dem Abklingen der Betäubung auftreten und sollten etwa in den nächsten ein bis zwei Tagen nachlassen. Unterstützend können Sie schmerzlindernde Medikamente einnehmen. Verzichten Sie allerdings auf solche mit blutverdünnender Wirkung durch Wirkstoffe wie Acetylsalicylsäure (ASS), z. B. Aspirin®! Wir bzw. Ihr Apotheker empfiehlt Ihnen ein geeignetes Schmerzmittel.
Schwellungen
Schwellungen der behandelten Stelle bzw. Wange können nach einer Implantation auftreten und durch Kühlen vermindert werden.
Kühlen Sie die betroffene Region jeweils rund 15 Minuten und legen Sie dazwischen immer eine mindestens fünfminütige Pause ein, um Unterkühlungen zu vermeiden. Geeignet sind spezielle Kühlpads, kalte feuchte Tücher oder mit Handtüchern umwickelte Eisbeutel aus dem Gefrierfach.
Sollten ein bis zwei Tage nach der Implantation nach einer ersten Besserung erneut eine deutliche Schwellung oder stärkere Schmerzen auftreten, rufen Sie uns oder den zahnärztlichen Notdienst an. Dies kann auf eine Infektion der Wunde hindeuten, die umgehend behandelt werden sollte. Komplikationen nach einer Implantation sind allerdings selten.
Mundhygiene
Pflegen Sie Ihre natürlichen Zähne weiterhin sorgfältig. Sparen Sie dabei den Implantatbereich aus. In der Regel empfehlen wir Ihnen eine geeignete Mundspüllösung. Diese unterstützt Ihre Mundhygiene und wirkt eventuellen Zahnfleischinfektionen entgegen.
Spülen
Nach dem Essen können Sie vorsichtig die Implantatstelle mit ungezuckertem Kamillentee oder abgekochtem Wasser spülen. Das reinigt die Wunde. Allerdings sollten Sie auf keinen Fall ständig spülen oder an der Implantatstelle saugen, denn das kann die Wundheilung stören.
Nachsorge
Eine systematische Nachsorge ist wichtig für den langfristigen Erfolg der Implantatbehandlung. Bald nach der Implantation vereinbaren wir einen ersten Kontrolltermin mit Ihnen. Hierbei erhalten Sie von uns Tipps zur Implantatpflege und dazu, wie Sie Ihre Mundhygiene zukünftig auf Ihren implantatgetragenen Zahnersatz abstimmen können. Außerdem besprechen wir, welche Intervalle zwischen den regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen sinnvoll sind.
INFO:
Sollten wider Erwarten Beschwerden auftreten, rufen Sie uns zur Abklärung an oder wenden Sie sich außerhalb unserer Sprechzeiten an den zahnärztlichen Notdienst. Für eventuelle Fragen, stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.
Wir wünschen Ihnen eine schnelle Heilung und viel Freude an Ihren „neuen“ Zähnen.
Ihr Praxisteam
Implantatpflege – wie Sie Ihr Implantat optimal pflegen
Liebe Patientin, lieber Patient!
Bei einem Implantat ist eine gute Mundhygiene genauso wichtig wie bei Ihren natürlichen Zähnen. In der Regel lassen sich Implantatsysteme – sei es ein Einzelzahnimplantat oder eine Implantatreihe – mühelos durch die gewohnte tägliche Pflege reinigen.
Hier unsere Tipps zur Implantatpflege:
- Greifen Sie zu Ihrer bevorzugten Zahnbürste mit weichen bis mittelharten Borsten: Ob per Hand oder mit der elektrischen Variante, mit der richtigen Putztechnik können Sie die schädlichen Beläge von Ihren Zähnen und natürlich Ihrem Implantataufbau sehr gut lösen. Wir zeigen Ihnen gerne eine geeignete Technik in unserer Praxis.
- Sie sollten zusätzlich Zahnseide oder Interdentalbürstchen verwenden, um die Zahnzwischenräume zu reinigen. Zahnseide eignet sich bei kleineren, Interdentalbürstchen bei größeren Zahnzwischenräumen. So können Sie Zahnfleischentzündungen und Karies an natürlichen Nachbarzähnen vorbeugen.
- Wenn Sie zu Zahnfleischentzündungen neigen, tauchen Sie die Zahnseide vor der Anwendung in eine desinfizierende Lösung (zum Beispiel Chlorhexidin). Genauso können Sie mit Zahnzwischenraumbürstchen verfahren.
Wie Sie eine gute eigene Zahnpflege erkennen:
- Direkt nach der Pflege: Ihr neuer Zahn und Ihre natürlichen Zähne fühlen sich glatt an, wenn Sie mit der Zunge darüber gehen. Das heißt: Auf ihnen finden sich keine Beläge.
- Die Interdentalpapille – das Zahnfleisch zwischen den einzelnen Zähnen – hat eine blass rosa Farbe und ist fest. Machen Sie den Test: Wenn Sie das Zahnfleisch an dieser Stelle berühren oder beim Zähneputzen die Bürste mit normalem Druck darüber bewegen und es nicht blutet oder geschwollen ist, dann ist Ihr Zahnfleisch gesund.
Eine leichte Blutungsneigung weist auf eine Zahnfleischentzündung hin. Es kann allerdings gelegentlich auch auftreten, wenn Sie nicht die richtige Technik bei der Reinigung mit Zahnseide anwenden. Kommen Sie daher in unsere Praxis, falls Ihr Zahnfleisch häufiger blutet, damit wir Ihnen weiterhelfen können.
Weiterhin wichtig: regelmäßige Kontrolltermine
Ein Implantat erfordert eine intensive regelmäßige zahnärztliche Nachsorge. Durch Routineuntersuchungen in regelmäßigen Abständen können wir frühzeitig eventuelle Veränderungen erkennen und gegebenenfalls eingreifen.
Um Ihre Implantate dauerhaft gesund im Kiefer zu verankern, sind darüber hinaus regelmäßige professionelle Zahnreinigungen empfehlenswert. Dabei können wir die Stellen reinigen, die Sie mit Ihrer häuslichen Pflege nicht erreichen.
Wir besprechen mit Ihnen, welche Zeitintervalle bei Ihnen persönlich sinnvoll sind und welche individualprophylaktischen Maßnahmen wir zusätzlich durchführen können.
Haben Sie Fragen zur Implantatpflege? Sprechen Sie uns darauf an, wir beraten Sie gerne!
Ihr Praxisteam